Einsatztaktische Erweiterung für die Feuerwehr Hooksiel, mit dem Navi Hydranten finden

Die Feuerwehren löschen Brände mit Wasser, doch der Wasservorrat eines Tanklöschfahrzeuges kann binnen wenigen Minuten bereits aufgebraucht sein. Daher werden Wasserentnahmestellen benötigt, diese Entnahmestellen sind meistens Hydranten aus dem Trinkwassernetz.

Zur Auffindung dieser Hydranten erstellte die Feuerwehr bereits vor vielen Jahren „Hydrantenpläne“ auf Papier, worauf Ortsangaben des jeweiligen Standortes vermerkt wurden. Doch allzu oft ist es für die Wehr nicht einfach, einen Hydranten auch schnell zu finden. Schnee, Schmutz, verdrehte, besprühte oder gar komplett mutwillig entfernte Hydrantenschilder kann schlimmstenfalls Menschenleben kosten.

Damit auf der Suche nach einem Hydranten nicht wertvolle Minuten verstreichen, hat der Förderverein Freiwillige Feuerwehr Hooksiel für zwei Fahrzeuge TomTom Navigationsgeräte angeschafft. Einige Feuerwehrkameraden haben sich an die Arbeit gemacht und sämtliche Hydrantenpläne mittels „Google Earth“ digitalisiert und mit einem speziellen Navigations-Geräteprogramm entsprechend der Gemeinde Wangerland  angepasst.

Benötigen wir künftig im Einsatz einen Hydranten für die Wasserversorgung, so wird dessen Standort bereits auf der Anfahrt zum Einsatzort durch das Navigationsgerät ermittelt. Sobald sich das Löschfahrzeug einem Hydranten nähert, wird dieser auf dem Navi mit Meterangabe angezeigt.

Das Navigationsgerät ist durch die nachträgliche Programmierung nun kein spezielles Hydrantensuchgerät sondern es kann weiterhin auch zum gewöhnlichen navigieren genutzt werden.

Es wurden auch noch die Standorte der Slipmöglichkeiten für das für das Boot und der Brandmeldeanlagen mit dem Vermerk welcher Schlüssel hierfür benötigt wird einprogrammiert.

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Mit Gefahren richtig umgehen

Feuerwehr „Kinderfinder“ und Rauchmelder sollen im Notfall helfen

Der „Kinderfinder“ macht Brandschützer auf die Anwesenheit von Kindern aufmerksam. Der Aufkleber sollte an der Kinderzimmertür angebracht werden.
VON RAHEL ARNOLD

HOOKSIEL - „Viele Menschen wissen gar nicht, wie schnell etwas in Brand geraten kann – es dauert oft nur Minuten, bis das Feuer richtig gefährlich wird“, sagt Michael Beering. Zusammen mit seiner Frau Gudrun Beering ist er ehrenamtlich in der Brandschutzprävention tätig. Auf der Informationsveranstaltung der Freiwilligen Feuerwehr Hooksiel demonstrierte er am Freitag Kindern und Erwachsenen, was passieren kann, wenn man etwa versucht, brennendes Bratenfett mit Wasser zu löschen. „Die so genannte Fettexplosion ist extrem gefährlich. Darum darf man niemals versuchen, Fett mit Wasser zu löschen“, so Beering. Stattdessen ist es besser, das Feuer zu ersticken. „Wenn Fett in einem Topf oder einer Pfanne brennt, sollte man am besten einen Deckel drauf setzen und den Flammen den Sauerstoff entziehen“, so Beering. Er zeigte dies eindrucksvoll mit einem alten Topf und brennendem Friteusenfett. Mit dem Topfdeckel waren die Flammen beherrschbar. Ein wenig Wasser hingegen erzeugte zusammen mit dem Fett eine Feuerwolke.Neben den Vorführungen, stellte er auch den praktischen „Kinderfinder“ vor. Der „Kinderfinder“ ist ein gelber, im Scheinwerferlicht reflektierender Aufkleber, der an Kinderzimmertüren befestigt werden soll. So wird es den Feuerwehrleuten bei einem Brand erleichtert, die Kinderzimmer schnell und sicher zu finden. Der Aufkleber muss am unteren Drittel der Tür befestigt werden. „Feuerwehrleute betreten ein brennendes Haus meist im Kriechgang. Grund sind die giftige Rauchentwicklung und die Hitze, die ja bekanntlich nach oben steigt“, erklärt Michael Beering. Bei 60 Prozent aller Brände sei ein technischer Defekt die Ursache. „Das kann die Kaffeemaschine oder der Trockner sein. Darum rate ich immer allen, sie sollen kein elektrisches Gerät unbeaufsichtigt laufen lassen und wenn sie nicht im Haus sind, die Stecker ziehen“, so Beering. Mehrere Firmen haben auf Initiative Beerings mit Spenden den Kauf von 115 Rauchmeldern ermöglicht. „Ich möchte mich bei den Firmen bedanken“, so Beering. Zusammen mit Bürgermeister Harald Hinrichs und Pastor Stefan Grünefeld werden die Beerings bedürftige Personen im Wangerland ermitteln und die Rauchmelder verschenken. „So ist zumindest ein Mindestmaß an Feuerschutz im Haus gewährleistet“, sagt Beering. „Und wer den Melder nicht selbst anbringen kann, dem helfen wir der Montage“. Den „Kinderfinder“ gibt es kostenlos bei dem Ehepaar Beering. Weitere Informationen erteilen Gudrun und Michael Beering unter Tel. 04425/1014.

Quelle: www.nwzonline.de

www.nwzonline.de - Video der Veranstaltung